Historie

Wie alles begann

Seine Golfleidenschaft entdeckte Gründungspräsident Peter Kinzel Ende der 40er-Jahre, als er sich bei den in Bad Eilsen stationierten Engländern sein Taschengeld als Caddy aufstockte. Selbst einen Golfplatz zu bauen und einen Club zu gründen, kam ihm damals natürlich noch nicht in den Sinn. Doch die Leidenschaft war geweckt und die ersten eigenen Schläger wurden aus Holz gebaut. Als Architekt beteiligte er sich 1971/72 an einem Städtebauwettbewerb und entwarf für einen Teil des jetzigen Golfplatzgeländes den Plan für eben einen Golfplatz. Damals wurde dies als utopisch angesehen und er schied aus dem Wettbewerb aus.

Als Peter Kinzel selbst bereits seit etwa sieben Jahren Golf spielte, lernte der Fürst zu Schaumburg-Lippe auf Sylt den Schauspieler Curd Jürgens kennen. Dieser besuchte den Fürsten in Bückeburg und wollte eine Runde Golf spielen. Doch weit und breit gab es damals keinen Golfplatz. So rief ein Bevollmächtigter des Fürsten Peter Kinzel an, um von ihm die Konzeption eines Golfplatzes zu bekommen. Die ersten Entwürfe sahen einen Platz im Süd-Harrl vor, doch war es nicht möglich, dort ein bezahlbares Gelände zu finden. Die Pläne wurden wieder verworfen.

Clubgründung ohne Baugenehmigung

Ende der siebziger Jahre regte der damalige Obernkirchener Stadtdirektor Herbst Peter Kinzel dazu an, seine Golfplatzpläne aus dem Städtebauwettbewerb wieder aufzunehmen. Ein Gelände hatte man nunmehr ins Auge gefasst: das ehemalige Industriegelände der Preussag AG, einen Teil des Forstgebietes der Niedersächsischen Klosterkammer sowie mehrere Kleinstflächen. Mit der Unterstützung des Stadtdirektors bei einigen Verhandlungen konnte Peter Kinzel schließlich 35 Hektar Land pachten. 1980 kam es schließlich zur Gründung des Golfclubs Schaumburg – von einem Golfplatz war allerdings noch nichts zu sehen. Für die Obernkirchener Golfplatz-Pioniere Heinrich Borcherding, Fritz Drabert, Hans-Otto-Drews, Ulrich Elsner, Peter Kinzel und Heinz Lottich ging es nun darum, die Genehmigung zum Bau des Platzes zu bekommen. Von vielen Seiten gab es Ressentiments gegen den Bau eines Golfplatzes – ein regelrechter „Golfkrieg“ entbrannte. Die Stadt Obernkirchen gab schließlich das Okay, wobei sich das gesamte Genehmigungsverfahren bis 1987 hinzog. Viele Verhandlungen – über 50 –, Käufe und Anpachtungen waren notwendig. Und danach viele Aufräumungsarbeiten, denn die Hinterlassenschaften des Steinkohlebergbaus und der Ziegelei lagen zuhauf auf dem Gelände – auch viele Bürger Obernkirchens hatten offenbar einiges an Müll entsorgt. Diverse einsturzgefährdete Gebäude mussten abgerissen werden, bevor man an Golfspielen und Golfidyll nur denken konnte.

Ein Golfplatz nimmt Gestalt an

1983 konnte aber die Driving Range eingeweiht werden. „Richtig Golfspielen“ konnten die Clubmitglieder aber nur im befreundeten Club Weserbergland in Polle. In Obernkirchen eröffnete man 1984 einen 6-Loch-Übungsplatz, der 1986 zu einem 9-Loch-Kurzplatz, Par 62, erweitert wurde. Von 1988 bis 1989 folgte dann der Bau des 9-Loch-Platzes, Par 72, auf dem 1990 der reguläre Spielbetrieb aufgenommen wurde.

Die Aktivitäten ruhten jedoch keineswegs. Durch weitere Grundstücksverhandlungen konnte das Gelände noch erweitert werden und 1998 wurde die Genehmigung für eine 18-Loch-Anlage erteilt, mit deren Bau noch im selben Jahr begonnen wurde, sodass der 18-Loch-Platz pünktlich zum 20-jährigen Bestehen des Clubs eingeweiht werden konnte. Weitere Umgestaltungen erfolgten in den Jahren 2005/2006 sowie 2008, sodass das die nunmehr heutige Anlage des Golfplatzes in Obernkirchen entstand.

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